REGULIERUNG
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat sich Anfang Juni 2026 auf der Jahreskonferenz des Gambling Regulators European Forum (GREF) mit anderen europäischen Aufsichten ausgetauscht und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gegen illegales Glücksspiel vertieft. Die Behörde berichtete darüber am 3. Juni.
Die GGL nahm vom 1. bis 3. Juni an der GREF-Konferenz teil. Wenige Tage zuvor war sie bereits beim Europe Regulators Roundtable in Rom vertreten, den die italienische Behörde ADM am 21. und 22. Mai ausrichtete und zu dem Vertreter aus Deutschland, Italien, Oesterreich, Spanien, Portugal, Großbritannien und Frankreich zusammenkamen. Im Zentrum standen künstliche Intelligenz, Spielmanipulation, Werbung für unerlaubte Angebote und gemeinsame Durchsetzungsstrategien.
Die internationale Vernetzung ist für die GGL ein zentrales Instrument. Der Marktanteil illegaler Online-Angebote liegt nach ihrer Schätzung bei rund einem Viertel, während der legale deutsche Markt 2024 ein Bruttospielertragsvolumen von etwa 14,4 Milliarden Euro erzielte. Vollzugsinstrumente wie Payment-Blocking und angepasste Werberichtlinien wirken, doch unerlaubte Anbieter und ihre Werbepartner agieren grenzüberschreitend.
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„Die eigentliche Pointe steht zwischen den Zeilen: Werbung für illegale Angebote läuft heute über soziale Netzwerke, Videoplattformen und Affiliate-Strukturen, die sich gezielt auf mehrere Rechtsräume richten. Genau dort setzt die europäische Koordination an, und genau dort wird der Spielraum für grauen Traffic enger. Wer im Affiliate-Geschäft sauber bleiben will, sollte diese Richtung ernst nehmen."
— Felix Neumann, Deutscher Glücks- und Wettexperte
Für Anbieter und Affiliates verschärft sich der Trend zu koordiniertem Vorgehen gegen unlizenzierte Werbung. Für Spieler bedeutet die Whitelist weiterhin die verlässliche Linie zwischen legalem und illegalem Angebot.
Verantwortungsvolles Spiel: Glücksspiel ab 18 Jahren. Wer Hilfe sucht, erreicht die BZgA unter 0800 1 37 27 00 und auf check-dein-spiel.de.